Immobilienmarkt bleibt angespannt

Der jüngst veröffentlichte Bericht zum Immobilienmarkt bzw. Wohnungsmarkt 2025 im Land Brandenburg macht deutlich, dass der Wohnungs- und Immobilienmarkt im Land Brandenburg auf absehbare Zeit angespannt bleibt und sich die Probleme räumlich wie sozial weiter ausdehnen. Für Investoren, Bestandshalter und Kommunen bedeutet das zugleich Druck im Bestand und Chancen im Neubau – sofern Finanzierung und Regulierung klug genutzt werden.

Inhaltliche Kernaussagen

Bauminister Detlef Tabbert (BSW) betont, dass es insbesondere im Berliner Umland „keine Entspannung" gibt und die Wohnungsprobleme mittlerweile die Mittelschicht erreichen. Selbst in der „zweiten Reihe", also Regionen weiter weg von Berlin, steigen Mieten und Grundstückspreise deutlich. Zwischen 2013 und 2022 wuchs der Wohnungsbestand in Brandenburg um fas sieben Prozentpunkte, rund 103.000 Wohnungen wurden fertiggestellt, vor allem im sog. Speckgürtel mit besonders hoher Nachfrage. Wegen hoher Kreditzinsen, gestiegener Baukosten und bereits rückläufiger Baugenehmigungen seit dem Jahr 2022 wird für die nächsten Jahre jedoch mit sinkenden Fertigstellungszahlen gerechnet. 

Bedeutung für den Immobilienmarkt im Land Brandenburg

Für den zukünftigen Immobilienmarkt im Land Brandenburg bedeutet dies: Der Nachfrageüberhang in den nach Berlin orientierten räumen bleibt bestehen und greift zunehmend auf bisher günstigere Lagen über. Das stützt tendenziell Mieten und Kaufpreise für Immobilien im Land Brandenburg, erhöht aber das politische soziale Risiko etwa bei stärkeren Eingriffen in die Mietgestaltung. Gleichzeitig versucht das Land Brandenburg mit ausgeweiteter Mietpreisbremse, Wohnraumförderung und einer geplanten neuen Bauordnung (Straffung Bauantragsbearbeitung, Digitalisierung, Verzicht auf Baustands etc.) dagegen zusteuern, um Neubau zu erleichtern und bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Für Projektentwickler und Bestandshalter werden damit zwei Punkte zentral: die Fähigkeit, unter verschärften Rahmenbedingungen wirtschaftlich zu bauen, und ein professionelles Bestandsmanagement im Immobilienbereich, welches energetische Ertüchtigung, Sozialbindung und Mietrecht geschickt ausbalanciert.  

Anmerkung: 

Das Land Brandenburg hat beispielsweise die Grunderwerbssteuern seit den 1990er-Jahren in mehreren Stufen sehr deutlich erhöht und liegt heute im bundesweiten Spitzensegment. Im Vergleich zu Bayern und Sachsen zahlen Immobilienkäufer und Immobilienkäuferinnen in Brandenburg inzwischen fast das Doppelte des früher einheitlichen Satzes im Land Brandenburg. Eigentümerverbände benennen dies als klares Investitionshindernis, gefordert werden seit Jahren Entlastungen für Eigennutzer und den Wohnungsneubau.     

Quelle: Wohnungsmarktbeobachtungsbereicht und wohnungspolitischer Kompass Land Brandenburg 2025
 

Hinweis: Alle Inhalte dieses Blogs wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen übernehme ich jedoch keine Gewähr. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Verwendung dieser Inhalte entstehen, ist ausgeschlossen.
Autor: Thorsten M: Krause.