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2. Teil: Finanzierbarer Kaufpreis für eine Immobilie.

Was bedeutet ein finanzierbarer Kaufpreis für eine Immobilie in der Theorie?

Vorab: Es ist wichtig, die Wünsche von Immobilienkäufer:innen zu kennen, weil nur so eine passende Immobilie gefunden, effizient vermittelt und langfristig Zufriedenheit erreicht werden kann – relevant ist das vor allem für Käufer:innen selbst, Verkäufer und Immobilienmakler. 

Aus Sicht von potentiellen Käufer:innen von Immobilien, besteht der Wunsch nach einen finanzierbaren Kaufpreises. Der Preis einer gewünschten Immobilie, das Eigenkapital und die laufenden Belastungen sollen, idealerweise bis zur kompletten Tilgung der Finanzierung, langfristig zur eigenen Lebensrealität passen.

Eine Faustformel empfiehlt 30 – 40 Prozent des verfügbaren Nettohaushaltseinkommen für eine Immobilienfinanzierung nicht zu überschreiten. Vor der Auswahl einer geeigneten Immobilie ist ein guter Zeitpunkt, sich eine eingehende Übersicht zur Finanzierung zu verschaffen. Zu beachten sind beispielsweise folgende Punkte (diese nachfolgende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

• Monatliche Einnahmen und Ausgaben, insbesondere schon bestehende Kredite.
• Langfristig monatliche Kreditrate inkl. Puffer für unvorhergesehene Ereignisse.
• Verfügbares Eigenkapital: Ideal sind Eigenkapitalsummen ab 20 Prozent des Gesamtkaufpreises inkl. Nebenkosten.
• Baukosten oder Kaufpreis, inkl. Erwerbsnebenkosten, sowie Einrichtungs- bzw. Sanierungskosten.
• Schufa-Auskunft ohne unberechtigte oder veraltete Einträge.
• Optimalen Anfangstilgung mit Blick auf eine realistische Entschuldung in absehbarer Zeit.
• Passende Zinsbindung in Abhängigkeit von aktuellem Zinsniveau.
• Raten und Laufzeit des Immobiliendarlehens, genügend Spielräume erhalten.
• Auf Flexibilität achten, Optionen wie Sondertilgung, Tilgungssatzwechsel und Ratenpausen prüfen.
• Förderungen und Zuschüsse, z. Bsp. vergünstigte Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW.
• Risikoabsicherung einer Finanzierung, beispielsweise mit Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung.
• Instandhaltungsrücklagen bilden.

Im Einzelnen ist nicht nur der reine Kaufpreis maßgeblich, sondern die monatliche Rate inklusive Zinsen, Tilgung und Rücklagen. Zusätzlich müssen Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, Grundbuch) und ein Puffer für Instandhaltung, ungeplante Ausgaben und Lebensqualität („Geld übrig für Urlaub, Freizeit") drin sein. Die Frage „finanzierbar oder nicht" hängt von drei Hebeln ab: Kaufpreis, Eigenkapitalquote und Zinssatz. Banken erwarten in der Regel, dass mindestens die Kaufnebenkosten (ca. 10–15 % des Kaufpreises) aus Eigenmitteln bezahlt werden; ab ca. 20 % des Eigenkapitals auf den Kaufpreis, verbessern sich die Finanzierungskonditionen deutlich.

Ein hoher Kaufpreis bei wenig Eigenkapital führt zu hohen Zinsaufschlägen und einer Rate, die schnell zu hoch wird. Studien zeigen, dass hohe Kaufpreise und das Risiko einer zu hohen Verschuldung zu den Hauptgründen gegen einen Immobilienkauf gehören. Ein Finanzierungsangebot gilt dann als attraktiv, wenn es innerhalb des von Bank oder Berater ermittelten Budgets liegt und trotz Kauf noch genügend Luft für Rücklagen und Lebensstandard bleibt.

Quelle: Mit freundlicher Unterstützung von: Perplexity AI

Fortsetzung folgt.

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Autor: Thorsten M. Krause.