
Consumer Electronic Show Las Vegas 2026: Mehr KI rund um's Wohnen
Die CES 2026 zeigt wieder einmal, dass Wohnen noch stärker von KI (künstlicher Intelligenz), Sensorik und durch Smart-Home geprägt wird. Viele Neuheiten zielen darauf ab, Energie zu sparen, Hausarbeiten zu automatisieren und Geräte verschiedenster Hersteller nahtlos zu verbinden und in die Smart-Home-Architektur einzubinden. Im Mittelpunkt der Consumer Electronic Show Las Vegas 2026 stehen vernetzte Haushaltsgeräte, neue Sensoren, intelligente Schalter und Assistenten, die das Zuhause als ein durchgängig digitales Ökosystem denken.
KI-Küche und vernetzte Hausgeräte
Samsung präsentiert beispielsweise unter dem Motto „Home Companion" eine neue Generation AI‑Hausgeräte, die Küche und Waschküche, aber auch die Reinigung stärker automatisiert. Kühl- und Gefrierkombinationen (AI Refrigerator Family Hub) nutzt Kameras (AI Vision), zeigt Einkaufs- und Terminübersichten am Display und empfiehlt Rezepte auf Basis der erkannten Lebensmittel.
Weitere Highlights sind ein AI Weinkühlschrank, der Weine per Kamera erkennt und verwaltet, sowie neue Backöfen und Kühlschränke mit KI‑gestützter Temperatur- und Energieoptimierung. Im Bereich der Reinigung zeigt Samsung den Saugroboter „AI Jet Bot Steam Ultra", der Möbel, Kabel sowie Flüssigkeiten erkennt und sein Reinigungsverhalten automatisch anpasst.
Smart-Home-Standard Matter und neue Schalter
Viele Neuheiten setzen auf Matter (herstellerübergreifende Standard für Smart Homes) und Thread (dem energieeffizienten Mesh-Funkprotokoll), um Geräte herstellerübergreifend zu verbinden. So bietet ein neuer Smart Dimmer Switch eine fest installierte Wandlösung mit vier frei belegbaren Tasten, um Licht, Jalousien oder Staubsaugerroboter per Matter-Szenen zu steuern.
IKEA geht 2026 mit 21 neuen Smart-Home-Produkten in die Offensive, darunter mehrere „Bilresa"-Steuerungen wie Dual-Button-Module und ein Scrollrad, die als Licht- oder Szenenschalter dienen und Matter‑over‑Thread nutzen. Durch die tiefe Verzahnung mit Samsung SmartThings sollen sich diese Produkte direkt in bestehende Ökosysteme integrieren lassen.
Präsenzsensoren, Nachtlichter und Leckageerkennung
Eine wichtige Rolle spielen feinere Sensoren für Präsenz und Sicherheit. Neu vorgestellt wurden KM‑1‑Lecksensor-Sets mit mehreren Funksensoren und Matter‑Bridge, die Wasserschäden frühzeitig erkennen und ins Smart‑Home-System melden.
Zudem gibt es eine neue Generation von Nachtlichtern mit RGB‑Beleuchtung und Mikrowellen-Präsenzdetektion, die sich z. B. als Bett- oder Schreibtischlicht eignen und auf kleinste Bewegungen reagieren. Ergänzt wird dies durch Präsenz- und Tür-/Fenstersensoren verschiedener Anbieter, die Szenen wie Heizungsabsenkung oder Lichtautomatik im Alltag erleichtern.
Intelligente Thermostate und Steuerzentralen
Mit dem Aqara Thermostat Hub W200 erscheint ein Thermostat, das gleichzeitig als Smart-Home-Zentrale dient. Es besitzt einen Millimeterwellen-Präsenzsensor, kann als Monitor für Aqara‑Türklingeln dienen und steuert sowohl Aqara‑ als auch andere Matter‑Geräte.
Die Idee: Ein Gerät an der Wand ersetzt mehrere Einzelkomponenten, regelt die Heizung präsenzbasiert und fungiert als Bedienoberfläche für Türkommunikation und Szenen im gesamten Zuhause. Damit werden klassische Heizungsregelungen zunehmend zu multifunktionalen Kontrollpunkten des vernetzten Wohnens.
Sprachassistenten, Sicherheit und Alltagshilfen
Auch Sprachassistenten rücken näher an den Hauseingang: Alexa+ kann z. B. eigenständig auf Ring‑Türklingeln reagieren und Besuchern sprechen, kombiniert mit neuen, gehweg‑basierten Sicherheitssensoren. Diese Sensoren sollen ohne klassisches WLAN‑Netz auskommen und bieten Zonen für Einbruchschutz, Sicherheit und Alltagskomfort.
Zusammen mit neuen Robotersaugern, smarten Schlössern und vernetzten Beleuchtungslösungen entsteht ein Zuhause, das viele Routineaufgaben – von der Türkommunikation über Reinigung bis zur Beleuchtung – stärker automatisiert und vernetzt.