Folgen jetzt schneller Baugenehmigungen?

Bundesregierung und Länder haben in den letzten Jahren erkannt, dass sich ohne massive Beschleunigung viele gesellschaftliche Ziele nicht erreichen lassen: bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten, schnelle Modernisierung von Bestandsbauten, Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und der zügige Wechsel zu klimafreundlichen Gebäuden. Mit dem „Bauturbo" sollen Genehmigungsverfahren digitalisiert, Bauvorschriften vereinfacht und Förderungen zielgenau bereitgestellt werden.

Das sogenannte „Bau-Turbo-Gesetz" wurde im Herbst 2025 von Bundestag und Bundesrat beschlossen und ist bereits in Kraft getreten. Damit werden Genehmigungsverfahren für Wohnungsneubau, Nachverdichtungen und bestimmte öffentliche Bauprojekte deutlich vereinfacht und standardisiert.

Wichtige Neuerungen im Überblick:

  • Kommunen können bis Ende 2030 in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt von Bebauungsplänen abweichen und Bauvorhaben innerhalb von drei Monaten genehmigen.

  • In vielen Fällen entfällt das langwierige Bebauungsplanverfahren; eine Entscheidung muss zügig digital erfolgen.

  • „Genehmigungsfiktion" eingelöst: Wird keine Entscheidung innerhalb der Frist getroffen, gilt das Bauvorhaben als genehmigt.

  • Bauanträge müssen digital gestellt werden, und einheitliche Standards sorgen für weniger Bürokratie und mehr Klarheit.

  • Die neuen Regelungen gelten für Wohnungsbau, Kita-, Schul- und Bibliotheksbauten, sowie für Aufstockungen und Nachverdichtungen.


Zusammenfassung

Eine beschleunigte Baugenehmigung ist ab sofort möglich, wenn die kommunalen Behörden das Verfahren anwenden und zustimmen. Die Änderungen sollen den Bau in den nächsten Jahren nachweisbar schneller machen, insbesondere in Städten mit Wohnungsmangel und für wichtige soziale Infrastruktur. Es wird abzuwarten bleiben, ob sich der seit Jahren angespannte Wohnungsmarkt in einen Mietermarkt wandelt. Nur mit genügend Wohnraum, können Mietpreise bezahlbar bleiben. Ein anderes Thema dürften die Preis für Baumaterialien sein. Die weiteren Entwicklungen bleiben abzuwarten.

Quellen: Forum-Verlag, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
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Autor: Thorsten M: Krause.